Diese Seite wurde zuletzt am 19.10.2015 geändert
KiTa Sonder-KiTas mit integrativen Gruppen
Inzwischen arbeiten auch viele Sonderkindergärten integrativ.

Beispiele in unserer Region sind:
  • der Kindergarten Pusteblume der Lebenshilfe Heidelberg
  • der Kindergarten "Sonnenblume" in Hockenheim (Außenstelle des Schulkindergartens Schwetzingen)
  • der Kindergarten "Sonnenblume" der Lebenshilfe in Schwetzingen
  • der Kindergarten Regenbogen in Mannheim
  • der Kindergarten "Morgentau" der Lebenshilfe in Wiesloch
Alle diese Kindergärten sind rechtlich "Schulkindergärten. Zum Begriff: "Schulkindergärten für behinderte Kinder sind vorschulische Einrichtungen. Ihr Besuch ist für behinderte Kinder ab 3 Jahren (für körperbehinderte Kinder bereits ab 2 Jahren) vorgesehen, bei denen durch die Schulbehörde ein umfassender sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wurde, der in allgemeinen Kindergärten auch mit begleitenden Hilfen nicht eingelöst werden kann." (Quelle: Statistisches Landesamt BW).


Diskussion:
Der Vorteil von Kindertagesstätten mit integrativen Gruppen ist, dass dort bereits Erfahrungen mit Integration gemacht und Strukturen geschaffen wurden. Eltern, die ihr Kind mit Behinderung anmelden, müssen nicht (wie sonst oft) "Vorreiter" sein und alles selbst erkämpfen. Auch bestimmte Therapien können im Kindergarten stattfinden.

Trotzdem empfiehlt es sich aus unserer Sicht, bei den "integrativen" Konzepten genau hinzuschauen. Manchmal nennen sich die Einrichtungen auch "inklusiv", obwohl sie es nicht sind.

In einigen Schulkindergärten, z.B. in der "Pusteblume" und "Sonnenblume", kommen alle Kinder mit Behinderung, auch bei Quereinstieg, grundsätzlich zunächst eine Kleingruppe, in der nur Kinder mit Behinderung betreut werden. Erst nach frühestens einem Jahr können sie in eine integrative Gruppe wechseln. Das sollten Eltern wissen, die sich für einen dieser Kindergärten interessieren. Nicht alle Eltern sind, auch im Nachhinein, mit dieser Praxis glücklich. Schon mehrfach haben wir von Eltern gehört, dass ein Wechsel in die integrative Gruppe erst sehr viel später erfolgt ist, als sie das gewünscht hatten. Die Entscheidung über den Wechsel liegt nicht bei den Eltern, sondern den Erziehern bzw. der Kindergartenleitung.

Noch ein Hinweis: Erkundigen Sie sich unbedingt, wie der Kindergarten mit den sechsjährigen Kindern, die die Eltern noch ein Jahr zurückstellen wollen, hält. Wir haben schon mehrfach erlebt, dass Schulkindergärten dieses zusätzliche Kindergartenjahr grundsätzlich nicht anbieten, so dass die Eltern dann für ein Jahr eine Zwischenlösung suchen mussten, was natürlich ärgerlich ist.