Diese Seite wurde zuletzt am 19.10.2015 geändert
KiTa Regel-KiTas mit Einzelinklusion
Es gibt viele Eltern, die sich an uns wenden, die möchten, dass ihr Kind mit Behinderung in den "Kindergarten um die Ecke" geht - in den Kindergarten, in den auch die Freunde, Nachbarskinder und nicht zuletzt oft die Geschwisterkinder gehen.

Das ist grundsätzlich über eine sog. "Einzelinklusion" möglich. Viele Kindertageseinrichtungen haben schon oft Kinder mit Behinderungen einzelintegriert und Erfahrungen sowohl im pädagogischen Bereich, als auch in den Abläufen.

In Kindertageseinrichtungen, die zum ersten Mal ein Kind mit Behinderung aufnehmen , bedarf es oft eines größeren Vorlaufes.

Sie können hierfür Eingliederungshilfe beim Sozialamt (ohne Einkommensnachweis) beantragen - und zwar sowohl, je nach Bedarf, begleitende Hilfe als auch heilpädagogische Hilfe.

Diskussion:
Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich Eltern und Erzieher ermutigen, schon im Kindergarten einen inkusiven Weg zu gehen, und zwar in Ihrem "Wunschkindergarten". Oft ist das der Kindergarten, den Sie gut kennen, weil ihn auch Ihre anderen Kinder besucht haben.

Nur weil es Einrichtungen irgendwo anders gibt, die in ganz unterschiedlichen Konstellationen integrativ arbeiten und mit ihrer großen Erfahrung und Kompetenz für "besondere" Kinder werben, sollte Sie das nicht davon abhalten, auf den Kindergarten zuzugehen, den Sie sich wünschen.

Unserer Erfahrung nach hängt das Gelingen einer Einzelintegration/Inklusion sehr von den beteiligten ErzieherInnen ab. Viele ErzieherInnen reagieren beim ersten Kind mit Behinderung zurückhaltend, manchmal auch ängstlich ("Was kommt da alles auf uns zu?" "Schaffen wir das?"). Das ist nur allzu verständlich. Aber es gibt für die Einrichtung und die Mitarbeiter auch Hilfen und Erleichterungen, über die wir Sie gerne z.B. in unserer Inklusionsberatungsstelle informieren.

Einige Kindergärten möchten inzwischen die Arbeit mit Kindern mit Behinderung nicht mehr missen.