Diese Seite wurde zuletzt am 14.06.2016 geändert
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Inklusive Schule entwickeln - der VHS-Vortrag mit Dr. Michael Wildt (02/2016)

"Sagen Sie den Schulen: Ihr müsst euch neu aufstellen! Lassen Sie nicht locker! Schulen brauchen immer wieder diese wichtige Anreize von außen!" Das war der Appell an die Eltern und eine der Kernbotschaften von Dr. Michael Wildt, Mathematiklehrer, Lehrerausbilder und langjähriger Schulentwickler aus Münster, der bei unserem Vortrag in der Volkshochschule Heidelberg zu Gast war.

Neben Eltern waren auch viele Lehrer gekommen, und auch für diese hatte Michael Wildt viel Anregungen. "Eine inklusive Schule stärkt die Fähigkeit der Schüler, selbstgesteuert zu arbeiten", so sein Credo, "nicht mehr lehrerzentriert, sondern kompetenzzentriert." Wenn Schüler auf diesem Weg zurückgelassen werden, frustriert sind oder sich verweigerten, zeige das nur, dass sie in der Schule nicht das Lernangebot bekommen, das zu ihren Lernvorausstzungen passt. Deshalb geht es für Wildt nicht in erster Linie um Ressourcen, sondern um verändertes Denken.

"Auch über Haltung muss man nicht endlos diskutieren. Haltung entwickelt sich im Handeln." Handeln heißt: Versuch und Irrtum, vor allem aber, dass sich Schulen fragen: Wo sind die Potentiale der Schüler, und zwar aller Schüler? So verstanden nütze Inklusion allen, entstehe eine "win-win-Situation". Michael Wildt: "In der Schule lernen die Kids von heute das, was sie brauchen, um die Welt von morgen am Laufen zu halten. Eine inklusive Schule ist also deshalb für die ganze Gesellschaft gut, weil durch sie eine Generation heranwächst, die inklusiv denken kann. Und solche Menschen brauchen wir!"

Möglich wurde diese interessante Veranstaltung durch die finanzielle Unterstützung der Fuchs Petrolub SE.