Diese Seite wurde zuletzt am 21.03.2012 geändert
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zum Welt-Down-Syndrom-Tag
Mitten drin statt außen vor!
"Inklusionsschachteln" zum Welt-Down-Syndrom-Tag

Die Papierschachtel ist klein, bunt, praktisch - und programmatisch. Denn sie wurde von vier Elterninitiativen und Vereinen der Region zum "Welt-Down-Syndrom-Tag" am 21. März entworfen und 4000 Mal als Bastelbogen hergestellt.

"Für Inklusion" steht darauf, "mitten drin statt außen vor!" Zu sehen sind außen auf der Schachtel Fotos von Menschen mit Down-Syndrom, die mitten unter uns leben und leben wollen: Im Verein, im Kindergarten, in der Schule, bei der Arbeit, beim Wohnen und überall. In der Schachtel sind viele Namen zu lesen, z.B. "für Henri aus Walldorf, für Levin aus Sandhausen, für Tessa aus Wiesloch" und viele mehr. Es sind Kinder, deren Eltern für ihre Kinder inklusive Wege wünschen.

Kirsten Ehrhardt aus Walldorf hatte die Idee für die Schachtel und hat sie gemeinsam mit den Vereinen"Down-Aktiv" Wiesloch-Walldorf, "Pro Down", "Wir dabei" und der Elterninitiative Rhein-Neckar "Gemeinsam leben - gemeinsam leben" umgesetzt. Sie freut sich darüber, dass die Schachteln so gefragt sind. Mehr als die Hälfte sind schon verteilt: "Ich hoffe, dass sie bald auf möglichst vielen Schreibtischen liegen und alle daran erinnern: Menschen mit Down-Syndrom, so wie alle Menschen mit einer Behinderung, gehören zu uns - mitten drin in jeder Stadt oder Gemeinde und nicht irgendwo am Rand in Sondereinrichtungen, wo sie niemand sieht."

Über die Hälfte der Deutschen nimmt Menschen mit Behinderung im Alltag gar nicht wahr, hat gerade eine aktuelle Umfrage der "Aktion Mensch" ergeben. Das muss sich dringend ändern, fordern die vier Initiativen, die sich auch als Inklusions-Netzwerk verstehen.

Gedruckt wurde die Schachtel übrigens bei der "Integra" in Walldorf, einem Integrationsbetrieb, in dem auch Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz gefunden haben.

Den Bericht aus der RNZ dazu gibt es hier