Diese Seite wurde zuletzt am 21.03.2012 geändert
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Inklusionsinformationen in Eppelheim (3/12)

Die Vorsitzende der Elterninitiative, Kirsten Ehrhardt ,war gemeinsam mit zwei Vertreterinnen der Arbeitsstelle Kooperation im Staatlichen Schulamt Mannheim von der "Projektgruppe Integration" Eppelheim eingeladen worden, im Eppelheimer Rathaus Informationen zum Thema "Antrag auf Inklusion" zu geben. Einen Artikel der RNZ über diese Veranstaltung finden Sie hier. Unten alle Informationen, die Kirsten Ehrhardt den Teilnehmern auf einem Faltblatt mitgab:
  1. "TERMIN"
  2. Der "Termin" einer Antragstellung bis 15. März ist keine Ausschlussfrist im rechtlichen Sinne, sondern ein (verständlicher) Wunsch des Schulamts, die Anträge bis zu einem bestimmten Termin zu haben - nicht mehr, nicht weniger. Also: Stellen Sie auch nach dem 15. März noch Anträge und/oder ermutigen andere Eltern, dies noch zu tun.

  3. "ANTRAG"=Meldung
  4. Der "Antrag" heißt "Meldung", was dem Rechnung trägt, dass die sog. "Schulversuchsordnung" vom "elterlichen Erziehungsplan" ausgeht: Das heißt, dass das Schulamt Ihre Vorstellungen über den richtigen Schulweg für Ihr Kind umsetzen soll. Wenn es das nicht kann (oder will), muss es das ausführlich begründen. SIE sind also kein Bittsteller und nicht in Erklärungszwang! Sie möchten den Bildungsanspruch Ihres Kindes an der allgemeinen Schule einlösen. Das ist Ihr gutes Recht.

  5. WEG der Antragstellung
  6. Sie schicken den Antrag (die Meldung) an die Arbeitsstelle Kooperation im Schulamt (Adresse ist auf dem Formular aufgedruckt). Behalten Sie bitte unbedingt eine Kopie. Wenn Sie auch uns informieren, können wir Sie evtl. mit Eltern aus Ihrer Nachbarschaft in Kontakt bringen, die auch Inklusion für ihre Kinder möchten. Wenn Sie diesen Weg gemeinsam gehen können, ist manches einfacher. Aus unserer Sicht hat es sich auch bewährt, schon einmal einen Termin bei ihrer Wohnortschule zu machen und sie über den Antrag zu informieren - außer natürlich, Sie haben dort schon negative Erfahrungen gemacht und möchten das deshalb nicht. Viele Jahre waren die allgemeinen Schulen nie mit Kindern mit Behinderungen konfrontiert, weil diese immer gleich an der Sonderschule angemeldet wurden. Das muss sich ändern. Sagen Sie: "Hier sind wir, hier leben wir, und hier soll unser Sohn/unsere Tochter zur Schule gehen."

  7. Das VERFAHREN
  8. Das Verfahren bis zur inklusiven Beschulung Ihres Kindes ist lang. Bis Sie endgültige Sicherheit haben, kann es bis Ende Juni dauern. Wann immer Sie Unterstützung oder auch nur einmal ein offenes Ohr brauchen, melden Sie gerne bei uns. Sie zu unterstützen, hat sich unser Verein selbst als Aufgabe gestellt. Wir sind bei unseren monatlichen Treffen für Sie da und natürlich jederzeit per Mail oder am Telefon - auch wenn Sie bereits beim Ausfüllen des Formulars Hilfe brauchen.

  9. BILDUNGSWEGEKONFERENZEN
  10. Das Verfahren endet mit einer sog. "Bildungswegekonferenz". Die großen runden Tische finden im Schulamt am 14.6. für die Stadt Heidelberg, 20.6 für die Stadt Mannheim, 26.6. für den Neckar-Odenwald-Kreis und am 28.6. für den Rhein-Neckar-Kreis statt. Unser Rat ist, dass Sie dorthin nicht allein gehen, sondern eine Person Ihres Vertrauens mitnehmen. Dieses Recht haben Sie, und von diesem Recht sollten Sie auch Gebrauch machen.

  11. Ein paar (wichtige) KLEINIGKEITEN
  12. Bitte machen Sie von allen Schreiben, die Sie verfassen, Kopien. Bitte unterschreiben Sie nie spontan etwas, das Sie nicht ganz genau verstanden haben. Wann immer Sie ein Schreiben mit einer Rechtsmittelbelehrung am Ende erhalten (da wird beschrieben, in welcher Frist Sie wie Widerspruch einlegen können), mit dessen Inhalt (z.B. der Entscheidung über den Lernort oder den vom Gutachter festgestellten Bildungsgang bzw. Bildungsanspruch) Sie NICHT einverstanden sind, holen Sie sich Hilfe, wenn Sie nicht wissen, wie und ob Sie reagieren müssen.