Diese Seite wurde zuletzt am 11.12.2011 geändert
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an
Kultusministerin
Warminksi-Leitheußer
Reaktionen auf unseren "Offenen Brief" (12/2011)

Auf unseren Offenen Brief "Neue Landesregierung auf Inklusions-Irrweg" haben wir schriftlich und auch auf dem Inklusionstag in Stuttgart viele - fast ausschließlich - positive Reaktionen erhalten. Hier einige in Auszügen:


"BADEN-WÜRTTEMBERG ERFINDET NEUE SONDERSCHULFORM ELTERN PROTESTIEREN IN OFFENEM BRIEF UND FORDERN INKLUSION" (Presseerklärung von Eine-Schule-für-alle)

".....vielen herzlichen Dank für Ihren offenen Brief zum Thema Inklusion, den wir gerne unterstützen werden."

"...Ich bin persönlich auch nicht zufrieden, wie aktuell von Seiten des Kultusministeriums mit dem Thema Inklusion umgegangen wird. Daher habe auch ich bereits einen Brief an Frau Warminski-Leitheußer geschrieben, der allerdings noch nicht beantwortet wurde."

"...Ich habe auch nicht über 20 Jahre ...dafür gekämpft, dass Inklusion in Reinform umgesetzt wird, um nun eine Nebelwischerei mitzutragen..."

"..ich danke euch sehr für diesen Brief - wir brauchen diese Unterstützung für unsere Forderungen."

"...besten Dank für den engagierten offenen Brief. Er trifft auch inhaltlich meiner Ansicht nach sehr genau das aktuelle Problem. Es ist dringend notwendig, dass die LAG und wir sonstigen Gleichgesinnten weiter achtsam die Entwicklungen begleiten."

"...Ich gehe davon aus, dass im kommenden Schuljahr mehr Lehrerdeputate für inklusive Schulformen vergeben werden. Inklusion ausschließlich an Schwerpunktschulen bzw. Gemeinschaftsschulen wäre nämlich keine Inklusion."

"...danke für die Übersendung Ihres Briefes an die Kultusministerin Frau Waminski-Leitheuser. Die von Ihnen beschriebene Situation deckt sich mit den Erfahrungen, die wir beim Schulversuch in Mannheim machen..."

"Dass wir in BW so weit dem Inklusionsgedanken hinterherhinken, hängt sehr stark mit der bisherigen Landesregierung zusammen, die über Modellversuche, Außenklassen und Einzelintegration niemals hinausgegangen ist. Das wäre wahrscheinlich bis zum heutigen Tag so geblieben, hätte Deutschland nicht im Jahre 2009 nicht die UN-Konvention unterzeichnet. Selbst dann hat die Bundesregierung im Verein mit verschiedenen Landesregierungen (BW und Bayern) versucht, den Text der Konvention bewusst falsch zu interpretieren, indem Worte wie "inclusion" fälschlicherweise mit "Integration" übersetzt wurden..."

"...Ich gebe Ihnen auch recht, dass die jetzige Landesregierung die Inklusion zwar in ihr Wahlprogramm aufgenommen hat, sich aber bei der Umsetzung äußerst schwer tut und offenbar sehr viel Rücksicht auf starke Lobbygruppen wie Sonderschullehrer, Gymnasiallehrer etc. nimmt. Überhaupt sieht man wenig gemeinsame Ansätze zwischen Regelschullehrern und Sonderpädagogen. Da steht uns noch ein sehr langer, harter Kampf bevor..."

"...Habe mit Interesse Ihr Schreiben an das KM gelesen. Ihre Position teile ich vollumfänglich. Besonders gut gefällt mir die Formulierung, dass das KM mit den sog "inklusiven Stützpunktschulen" nur eine weitere Sonderschulform schafft und nicht Inklusion. Das bringt's wunderbar auf den Punkt."

"Gerne habe ich Euren "offenen Brief" an die Ministerin gelesen....Aber um Inklusion in einer Schule sinnvoll betreiben zu können, müssen wir unser Schulsystem grundlegend ändern...Nur in einer, wie der Name schon sagt, Gemeinschaftsschule kann Inklusion gelingen. Erst wenn alle Schulformen ihren Bildungsplan angepasst haben, Kinder individuell lernen können, und es Kompetenzraster für alle Niveaustufen gibt, kann Inklusion zur Regel werden. Deshalb bringen offene Briefe in der Form nicht viel, denn auch das Kultusministerium bemüht sich zur Zeit um einen Wechsel. Sie wollen die Gemeinschaftsschule mit besonderem pädagogischem Konzept einführen. Vielleicht sogar 30 Stück in BaWü 2012. Wenn dieser Prozess in Gang kommt, braucht das Land sicher noch 4-5 Jahre um entsprechende Aufbauarbeit zu leisten. Dabei müssen aber Gymnasien und Realschulen von ihren alten Methoden Abstand nehmen und nach individuellen Maßstäben Bildung betreiben. Inklusion dauert in Deutschland sicher noch 8-10 Jahre."

"Jetzt habe ich Ihren Offenen Brief zur Inklusion von Kindern mit Behinderungen und zu den geplanten Schwerpunktschulen gelesen. Ich halte Ihre Kritik an einem solchen Konzept für notwendig und berechtigt....Überflüssig halte ich Ihre Bemerkung zur angeblich so starken Sonderschullobby! Sie sind sich offenbar nicht bewusst, dass es nicht die Lehrkräfte der allgemeinen Schulen sind, die sich seit Jahren für die Inklusion der Kinder mit Behinderungen einsetzen, sondern ein Großteil der Sonderschullehrerschaft: allerdings für eine Inklusion unter guten Rahmenbedingungen und keine als Sparmodell!!..."

(Zusammengestellt von Kirsten Ehrhardt)