Diese Seite wurde zuletzt am 12.07.2009 geändert
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Eine Schule für Alle - Die Elterninitiative beim UNESCO-Sommercamp

Die Stephen-Hawking-Schule in Neckargemünd hatte zum Abschluss ihres diesjährigen UNESCO-Sommercamps Experten zur Abschlussveranstaltung eingeladen, auch unsere Elterninitiative. Dort stellten zunächst die Schüler der baden-württembergischen UNESCO-Schulen vor, was sie in den drei Tagen zum Thema erarbeitet hatten. Sie schichteten im Hörsaal Bausteine für eine Schule für Alle auf: "Kleinere Klassen" stand auf vielen, "behindertengerecht", "individuelle Förderangebote", "kein Schulgeld", "Toleranz und Solidarität", Schülerpatenschaften" und vieles mehr. Neben unserer Vorstandsfrau Kirsten Ehrhardt waren auch Hildegard Klenk von der GEW und Thomas Bohnert, in der Stephen-Hawking-Schule für Außenklassen im Primarbereich zuständig, zu einem Statement aufgefordert. Kirsten Ehrhardt stellte fest, dass sich die Schüler auf den Weg zu einer "guten" Schule gemacht hätten, dass eine Schule für Alle aber vor allem eine Schule ohne Ausgrenzung und Vorsortierung sein müsse, offen z.B. auch für geistig Behinderte und Förderschüler. Damit alle gemeinsam (in ihrem Tempo) lernen können, müsse es von allen als normal angesehen werden, verschieden zu sein. Ziel sei es, sich von Formulierungen wie "Problemkinder", die während der Diskussion mehrfach fiel, zu trennen und zu verstehen, dass unsere jetzige Definition einer Spanne der "Normalität" letztlich keinem Schüler gerecht werde. Hildegard Klenk forderte mehr Lehrerfortbildungen in diesem Bereich. Für Thomas Bohnert war das Sommercamp, in dem viele Schüler zum ersten Mal mit Körperbehinderten zusammengelebt und -gearbeitet hatten, ein wichtiger Beitrag, Berührungsängste abzubauen. Kirsten Ehrhardt am Ende: "Aktuelle Studien zeigen, dass ein Klima der Akzeptanz für den Lernerfolg wichtiger ist als intensive pädagische Förderung. Und dazu können natürlich auch die Mit-Schüler sehr viel beitragen!"

(Kirsten Ehrhardt)