Diese Seite wurde zuletzt am 29.03.2009 geändert
Aktuell Aktuelle Berichte UN Konvention
Das Übereinkommen der Vereinten Nationen (UN-Konvention)
über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und unsere Forderungen (1/09)

Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, das von der Budnesrepublik unterzeichnet und im Dezember 2008 ratifiziert wurde, wird derzeit in den Medien breit diskutiert. Es sieht in 24 vor, dass behinderte Kinder an Regelschulen unterrichtet werden.

Nicht nur uns Eltern beschäftigt die Frage, wie Deutschland dies in seinem förderativen Bildungssystem umsetzen wird. Die ersten Äußerungen sind eher enttäuschend. Wenn es nach einigen Bildungspolitikern geht, soll alles so bleiben, wie es ist.

Das kann natürlich nicht so sein! Für uns ist die Diskussion noch einmal Anlass, unsere Forderungen zu formulieren:
  • Alle Kinder mit Behinderungen erhalten einen gesetzlich verankerten Anspruch auf den Besuch einer Regelschule, in der Regel an ihrem Wohnort, unabhängig davon, ob sie zielgleich oder zieldifferenziert unterrichtet werden.
  • Alle Regelschulen sind verpflichtet, Kinder mit Behinderungen aufzunehmen. Die zuständigen Behörden sind ebenso verpflichtet, die Schulen in jeder Hinsicht zu unterstützen, damit eine gute integrative Beschulung überall möglich ist.
  • Alle Sonderpädagogen werden nach und nach an Regelschulen eingesetzt. Dort unterrichten sie gemeinsam mit den anderen Lehrern und bringen ihre Kompetenz in Teams, Beratung, kleinen Fördergruppen und individueller Förderung ein.
  • Die Lehrerausbildung bereitet auf dieses neue Berufsbild und Berufsverständnis vor, die behinderten Kinder an Regelschulen gemeinsam mit nichtbehinderten Kindern zu fördern und nicht mehr in separaten Klassen und besonderen Einrichtungen.
  • Auch die Sachmittel werden nach und nach an die Regelschulen verlagert. Das führt am Ende zur Schließung der Sonderschulen.
(Kirsten Ehrhardt)